
Prophezeihungen
Weltuntergang 2012?
Weltuntergang 2012?
2012 oder: Irgendwann erwischt es uns! Die Welt. Geht sie unter? Wie? Wann? Warum? Nun, eines ist sicher: Die Welt WIRD untergehen. So oder so, früher oder später, weil eben nichts für die Ewigkeit ist. Und wir werden auch untergehen. Vergehen, aussterben, verschwinden... ein paar Gedanken dazu.

Zuerst einmal scheint es mir wichtig, gewisse Unterscheidungen zu verdeutlichen, den Begriff „Welt“ betreffend.
Zu einen bezeichnet der Begriff „Welt“ nämlich einen planetaren Lebensraum, so z.B. bezeichnen wir den dritten Planeten unseres Sonnensystems (Erde) als „unsere Welt“. Auch andere Planeten und z.T. Monde werden von uns als „Welt“ bezeichnet. Zum anderen bezeichnen wir bestimmte Systeme als „Welt“, vornehmlich bestimmte Wahrneh-mungsbereiche („er ist mal wieder in seiner Welt“) oder soziale Netze, wie z.B. das Netz, welches wir als Zivilisation oder Menschheit kennen.
Sicherlich hängen diese beiden unterschiedlichen Kategorien miteinander zusammen, dennoch sollte man sie getrennt voneinander betrachten. Die Welt als Lebensraum kann sehr gut ohne die Welt als Netzwerk existieren, umgekehrt jedoch ist das schon schwieriger. Und spätestens seit Keanu Reeves´ Auftritt als „Klatu“ in „The Day the Earth stood still“ wissen wir, daß ein Freund der Welt (Erde) nicht zwangsläufig ein Freund der Welt (Menschheit) sein muß. In diesem Sinne wird dieser Artikel von eher zweigeteilter Natur sein. Befassen wir uns also zunächst einmal mit den möglichen Untergangsszenarien für die Welt i.S.d. planetaren Lebensraumes. Im Falle ihres Unterganges folgt die Welt als Netzwerk natürlich stante pede. Darum betrachten wir also erst einmal unsere Umgebung, bevor wir uns unserer Spezies widmen.
Glücklicherweise ist unser Planet ein ziemlich robustes Gebilde, zusammengesetzt hauptsächlich aus Eisen (32,1 %), Sauerstoff (30,1 %), Silizium (15,1 %), Magnesium (13,9 %), Schwefel (2,9 %), Nickel (1,8 %), Calcium (1,5 %) und Aluminium (1,4 %). Die restlichen 1,2 % teilen sich Spuren von anderen Elementen. Sie besteht aus drei Schalen, nämlich Erdkern, dem Erdmantel und der Erdkruste. Die Erde ist der einzige Planet im Sonnensystem, auf dem flüssiges Wasser auf der Oberfläche existiert. In den Meeren sind 96,5 % des gesamten Wassers des Planeten enthalten. Die Wasserfläche hat in der gegenwärtigen geologischen Epoche einen Gesamtanteil von 70,7 %. Die von der Landfläche umfassten 29,3 % entfallen hauptsächlich auf sieben Kontinente, die sich auf tektonischen Platten in der Lithosphäre auf dem flüssigen Erdmantel bewegen. Der Planet umkreist in einem mittleren Abstand von 1 AE (149,6 Millionen km) das Zentralgestirn unseres Sonnensystems als dritter der inneren Planeten.
Hier leben wir also. Auf einem kleinen, bunten rotierenden Stein, irgendwo im Nirgendwo des Alls. Alles ist gut. Oder?
Bereits am Anfang der Erdenzeit sah es beinahe so aus, als ende das Kapitel, bevor es richtig begonnen hatte. Damals, in einer Phase, als die sog. „Proto-Erde“ erst ca. 90% der heutigen Masse hatte, wurde sie von einem kosmischen Querschläger namens Theia getroffen. Der Impaktwinkel war ziemlich flach, zum Glück, denn andernfalls hätte der Planetoid von der Größe des Mars die Erde völlig zerschmettert. So jedoch schälte das kosmische Geschoß eine ziemliche Menge Material ab, das sich in einem Orbit sammelte und den heutigen Mond bildete, der nicht unwesentlich zur Entstehung des Lebens auf Erden beitrug, indem er die Erdachse stabilisierte. Weltuntergang als Geburtshelfer quasi. Nun schwirren da draußen noch eine Menge anderer Brocken herum, die wahrscheinlich mehr als nur einmal beinahe sämtliches Leben auf dem Planeten auf der Erde ausgelöscht hätten. Die sogenannten Massenevents, meist hervorgerufen durch Meteoriten-einschläge, führten mehrfach zu gewaltigen Arten-sterben, bei denen bis zu 70% der vorhandenen Tierarten von der Oberfläche verschwanden. Manche Einschläge waren so gewaltig, daß sie beinahe alles Leben auf Erden ausgelöscht hätten. Um aber die Erde zu zerstören, bräuchte es einen gewaltigen Brocken. Der Einschlags-körper, der die Welt der Dinosaurier vor etwa 65 Millionen Jahren zerstörte, hatte ein geschätzten Durchmesser von etwa 10 Kilometern, etwas größer als der Mount Everest. Er rüttelte die Erde ordentlich durch, brachte Super-vulkane zum Ausbruch, viele Arten starben, aber die Welt als Lebensraum überstand den Crash. Solcherlei Monster-einschläge gab es in der Urzeit mehrere, und Mutter Erde hat sie alle überstanden. Hier ein paar Eckdaten dazu:
- Vor 4.500.000.000 Jahren: Ein Planetoid kollidiert mit der Erde, der Mond entsteht. Danachwird die noch junge Erde 500.000.000 Jahre lang von schweren Meteoriten bombardiert.
- Vor 2.023.000.000 Jahren: Ein Meteorit schlägt im heutigen Vredefort (Südafrika) ein und reißt einen Krater von 300 km Durchmesser.
- Vor 1.850.000.000 Jahren: Ein Meteorit schlägt im heutigen Ontario ein und reißt einen Krater von 250 km Durchmesser.
- Vor 650.000.000 Jahren: Ein Meteorit schlägt im heutigen Montana ein, Der Kontinent Rodinia bricht auseinander
- Vor 570.000.000 Jahren: Ein Meteorit schlägt im heutigen Australien ein und reißt einen Krater von 100 km Durchmesser.
- Vor 400.000.000 Jahren: Ein Meteoriten-Bombardent trifft die heutigen Regionen in Kanada, Sibirien und Frankreich.
- Vor 368.000.000 Jahren: Ein Meteorit schlägt im heutigen Nordeuropa ein und reißt einen Krater von 55 km Durchmesser. Eine Million Jahre später passiert dasselbe beim heutigen Alamo, Texas
- Vor 290.000.000 Jahren: Ein Doppel-Meteorit schlägt im heutigen Clearwater, Kanada, ein und reißt zwei riesige Krater.
- Vor 220.000.000 Jahren: Ein Meteorit schlägt im heutigen Puchez (Rußland) ein und reißt einen Krater von 80 km Durchmesser. Kurz darauf trifft ein Meteorit erneut Kanada (Saint Martin) und verursacht einen Krater von 40 km Durchmesser.
- Vor 212.000.000 Jahren: Ein Meteorit schlägt im heutigen Kanada ein und ein und reißt einen Krater von 100 km Durchmesser ("Ring von Manicougan").
- Vor 186.000.000 Jahren: Ein Meteorit schlägt im heutigen Rochechouart ein und beschädigt die heute europäischen Landmassen schwer.
- Vor 66.000.000 Jahren: Ein Meteorit schlägt im heutigen Iowa ein und reißt einen Krater von 35 km Durchmesser.
- Vor 65.000.000 Jahren: Ein Meteorit schlägt im heutigen Chicxulub (Mexiko, Yucatan) ein und leitet das Aussterben der Dinosaurier ein. In Indien bricht ein gewaltiger Supervulkan aus.
- Vor ca 55.000.000 Jahren: Ein Meteorit von etwa 120 Metern Durchmesser schlägt in der heutigen Nordsee ein und verursacht einen Megatsunami
- Vor 50.000.000 Jahren: Ein Meteorit schlägt im heutigenKanada ein und zerfetzt die Küstenlinie.
- Vor 14.800.000 Jahren: Ein Meteorit schlägt im heutigen Nördlinger Ries (Deutschland) ein und reißt einen Krater von 24 km Durchmesser.
...usw … Ok, also: Kanada ist kein gutes Land, wenn man Riesenmeteoriten nicht mag, soviel steht fest. Aber wir sehen, Meteoriteneinschläge können zwar das Leben auslöschen, nicht aber den Planeten zerstören. Dafür ist er einfach zu massereich. Kleinere Gesteins- und Metallkörper treffen die Erde ja immer wieder, das wird auch in Zukunft so sein. Ein -zumindest theoretischer- Impaktkandidat ist am 13.04.2029 der Asteroid „Apophis“ (2004 MN4), der jedoch keine ernst zu nehmenden globalen Schäden verursachen würde, da er nur ca. 270 Meter Durchmesser besitzt, also alles andere als ein „globaler Killer“ ist (außer, er fällt ins Wasser, das gibt noch im Erzgebirge nasse Füße). Man geht davon aus, daß Apophis ca. 5.000 bis 30.000 km entfernt von der Erde vorbeizieht, insofern droht von dort aus wohl keine Gefahr. Dadurch geht die Welt (als Planet) nicht unter. Natürlich kann durch ein solches Ereignis sehr wohl die Welt (unsere Zivilisation) untergehen. Zahlreiche Ausster-bewellen bezeugen das, denn sie fallen sehr häufig mit Meteoriteneinschlägen zusammen.
Schauen wir weiter draußen nach. Einer umstrittenen Theorie zufolge, die in den Achtzigern des vergangenen Jahrhunderts populär war, geistert ein monströser Brocken durch unser Sonnensystem, genannt PLANET X. Angeblich saust dieser Planet mit Hochgeschwindigkeit durch das Sonnensystem und kreuzt immer mal wieder die Umlaufbahn der Erde. Bewiesen ist die Existenz eines solchen Himmelskörpers nicht, aber sollte es ihn geben und sollte sich dieser reisende Planet der Erde nähern, könnte das definitiv das Aus für unsere kleine blaue Murmel bedeuten. Die Graviationskräfte beider Himmels-körper würde sie beide zerreissen. Nun, glücklicherweise ist vom legendären Planeten „X“ weit und breit nichts zu sehen, zumindest nicht in den Sektoren des Firmaments, die wir beobachten. Ein Problem, das für einen gewissen Unsicherheitsfaktor sorgt, ist jedoch das der begrenzten Budgets. Wir, also die Menschheit, überwachen lediglich einige wenige Prozent (Die Angaben schwanken je nach Quelle zwischen 5% und 30%) des Himmels um uns herum. Das bedeutet, der Raum, der uns umgibt, ist immer für ein paar Überraschungen gut. Und, so schön es auch in Hollywoodträumen sein mag, einen planetoiden Brocken, der aus den Tiefen des Alls heranrauscht, werden wir weder zerstören noch von seinem Kurs abbringen können.

Aber es gibt andere Theorien, die bedrohlicher wirken. Zum Beispiel: Schwarze Löcher. Der Begriff „Schwarzes Loch“ wurde 1967 von John Archibald Wheeler geprägt und bezeichnet auf den Umstand, dass es sich um eine Krümmungssingularität der Raumzeit handelt und dass elektromagnetische Wellen den Ereignishorizont nicht verlassen können. Ein solches "Loch" würde einem menschlichen Auge daher vollkommen schwarz erscheinen. Schwarze Löcher entstehen, wenn extrem massereiche Sterne (über 8 SOL-Massen, bis hin zu milliardenfachen SOL-Massen) zu extremer Dichte kollabieren. Ähnlich wie bei dem Planet-X-Szenario ist auch hier die Gravitation der Planetenkiller. Wenn ein schwarzes Loch, dessen Schwerkraft so groß ist, daß ihm nicht einmal mehr das Licht entkommen kann, an der Erde vorbeizöge, dann wäre natürlich Schicht im Schacht. Es würde die Erde spaghettifizieren, die Schlieren würden im gierigen Schlund der Singularität auf Nimmerwiedersehen verschwinden und im Jetstream allenfalls einen kleinen Rülpser erzeugen. Diese potentielle Gefahr besteht allerdings zur Zeit und auch in nächster Zeit eher nicht. In unserer Milchstraße gibt es zwar schwarze Löcher (z.B. im Zentrum: Sagittarius A), der uns am nächsten rotierende Blindfleck (A0620-00) ist jedoch mindestens 3.500 Lichtjahre entfernt. Das sind etwas mehr als lumpige 33 Trillionen Kilometer, also mehr als eintausend parsec bzw. ungefähr 222 Millionen mal die Entfernung Erde/Sonne. Vor dem Burschen werden wir wohl die nächsten paar tausend Äonen unsere Ruhe haben. Spaghetti-Erde und Ad-Hoc-Verschwinden: Fehlanzeige.

Etwas realistischer dagegen ist die Theorie von den Gammablitzen. In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die amerikanischen Vela-Satelliten ins All geschossen, um die Gammastrahlung oberirdischer Atombombentests zu registrieren.Diese fleißigen kleinen Dinger registrierten auch eifrig Gammastrahlen, nur gab es dummerweise keine dazugehörigen Tests. Die Strahlen kamen aus dem All, wie man in Los Alamos Anfang der Siebziger feststellte, man nannte sie GRB ("Gamma Ray Burst"). Ursache: Unbekannt. Heute weiß man mit einiger Sicherheit, daß Gammablitze entstehen, wenn große, extrem massereiche Sterne zu schwarzen Löchern kollabieren ("Hypernova"). Dann bilden sich zwei "Jets" entlang der Rotationsachse, die mit ungeheurer Kraft Plasmaenergie ausströmen. Auch die Verschmelzung von Neutronensternen kann Gammablitze erzeugen. Gammablitze können binnen Sekundenbruchtteilen mehr Strahlung freisetzen, als unsere Sonne in ihrem ganzen "Leben". Ein direkter Treffer aus einer Entfernung von weniger als 500 Lichtjahren würde für die Erde verheerende Folgen haben, von der Auflösung der Ozonschicht bis hin zu gewaltigen Massensterben. Man vermutet, daß ein solcher Treffer vor 443 Millionen Jahren zum Ende des Ordoviziums beitrug und einen Großteil der Meereslebewesen tötete. Aber auch in diesem Fall würde der Planet wahrscheinlich weiter existieren.
Kommen wir aber nun zu einem Kandidaten, der unseren Planeten garantiert noch übel zusetzen wird. Die SONNE. Das Zentralgestirn, um das die Erde ihre Bahn zieht, besitzt auch einen kosmischen Lebenszyklus. Im Moment ist SOL noch im besten Alter, gerade mal viereinhalb Milliarden Jahre hat der Stern auf dem Buckel. Da droht noch nicht einmal die Midlife-Crisis. Aber: Das Ende ist geschrieben, steht unumstößlich fest. Im Alter von etwa zehn Milliarden Jahren wird der Wasserstoffvorrat aufgebraucht sein und die Sonne wird zu einem roten Riesen mit einem Radius von etwa 150 Millionen km aufgebläht. Zwar liegt die Erde zunächst nicht unmittelbar innerhalb des zu erwartenden Sonnenradius, aber wenn es soweit ist, wird ihre Oberfläche eh aus kochendem Magma bestehen. Mit etwas Glück entgeht sie der Zerstörung durch Verdampfen, aber die Chancen stehen schlecht.

Die Sonne verliert bei ihren Dehnübungen an Gravitation und die Umlaufbahnen der verbliebenen Planeten werden größer. Möglich, daß die Planeten eines Tages abdriften und durchs Universum taumeln. Die Sonne verdichtet sich im Alter von 12 Milliarden Jahren zu einem weißen Zwerg, und die äußeren Planeten stehen ohne Heizung da. brrrr... Von einer Erde als Lebensraum kann man da wohl kaum noch sprechen, diese Vorstellung können wir uns übrigens bereits in ca. 500 Millionen Jahren abschminken, wenn die Ozeane verdampfen. Unsere Sonne wird nämlich zusehend heller und wärmer. Aber gut, das dauert halt noch ein wenig. Zeit, umfangreiche Vorräte an Sonnencreme mit Sonnenschutzfaktor eine Million zu kaufen.
Soweit, so gut. Das Thema planetarer Overkill rückt damit etwas in den Hintergrund, mit dieser Maßnahme lassen wir uns noch etwas Zeit (vorausgesetzt, es kommen nicht noch fiese Aliens, die unsere Erde einfach kaputt machen!). Fakt ist, irgendwann, eines Tages, wird der Planet Erde im Zuge der gesamtkosmischen Ereignisse so oder so zerstört werden. Irgendwann. Wer dann noch hier ist, hat selbst Schuld.
Doch, wie eingangs erwähnt, hat der Begriff "Welt" noch eine weitere Bedeutung. Die Risiken der Welt als soziales Netzwerk -als Zivilisation- unterzugehen, sind weitaus höher. Dazu kommen wir nun.
Alles Leben auf der Erde unterliegt dem Lebenszyklus aus Werden, Sein und Vergehen. Das gilt für einzelne Wesen, ja sogar für Pflanzen, ebenso für Imperien, Reiche, Zivilisationen. Alles hat seinen Anfang, sein Dasein und sein Ende. So wird es auch mit unserer Welt, die wir jetzt gerade subjektiv erleben, sein.
Die Austrocknung Afrikas und das Verschwinden großer Waldgebiete (Versteppung) trieben die Affen von den Bäumen und machten es nötig, aufrecht zu gehen, um die Savanne überblicken zu können. Der Umstieg von rein pflanzlicher Nahrung auf tierische Proteine ließ das Gehirn wachsen und es entwickelte sich der Mensch. Eine ziemlich lange Zeit trieb er sich nur herum, lebte fröhlich in den Tag, sah zu, daß er nicht von Löwen und Säbelzahntigern verspeist wurde, und er genoß das Paradies. Irgendwann jedoch wurde auch das Paradies ziemlich ungastlich, und der Mensch war gezwungen, Nahrung planmäßig zu erzeugen. Übrigens, wer Interesse an dieser Geschichte hat, der sollte unbedingt archäologische Funde und Thesen mit dem Buch Genesis vergleichen. Es lohnt sich wirklich!
Aus den rudimentären Gesellschaften der Sammler und Jäger entwickelte sich vor ca. 13.000 Jahren im heraufdämmernden Neolithikum (Jungsteinzeit) eine Kultur von Ackerbau und Viehzucht. Das ging so etwa 5 Äonen lang gut, verschiedene Reiche entstanden und vergingen, viele "Welten" kamen und gingen gewissermaßen. Der Mensch erprobte viele verschiedene Formen des sozialen Zusammenlebens, angefangen bei der einfachen Sippe bis hin zu komplexen politischen Gebilden und religiös fundierten Gemeinschaften. Grenzen entstanden da, wo verfeindete Räuberbanden nicht mehr die Kraft hatten, aufeinander einzuschlagen. Diese umgrenzten Gebiete wurden später "Nationen" genannt, auf die man stolz sein konnte. Dieses ist das, was ich gern die "alte Welt" nennen möchte. Eine feudale, hierarchische Welt voller Stammeshäuptlinge, Könige, Pharaonen, Imperatoren und Untertanen aller Art. Diese Welt ist weitgehend untergegangen, obschon es noch Gebiete gibt, in denen man versucht, die Stammeshierarchien am Leben zu halten (Afghanistan, Amazonas, deutsche Kleintier-Zuchtvereine)
Im 18. Jahrhundert begann die Industriealisierung, ausgehend von England startete die Menschheit maschinell voll durch. Dies ist, möchte ich behaupten, der Beginn "unserer" Welt. Eine Welt der Mitbestimmung aller, eine Welt der Erleichterung von Arbeit durch immer komplexere Maschinen, eine Welt des zunehmenden Informationsflusses und der individuellen Selbst-Verwirklichung. Eigentlich eine schöne Welt, sicherlich nicht perfekt und auch behaftet mit allerlei Makeln. Es gibt noch immer soziale Ungleichheit, Elend, Armut, Krankheit, Unzufriedenheit. Aber es ist eine andere Welt als noch vor dreihundert oder dreitausend Jahren. Es gibt große Pläne für die Weiterentwicklung unserer Welt, Expansion ins All, Vernetzung von Mensch und Maschine, Schaffung des sozialen Friedens, Wohlstand und Gesundheit für alle. Die Frage ist nur, ob und ggfs. wie wir unsere Ziele erreichen.
Auch diese -unsere- Welt wird untergehen. Die Frage ist nur: Wie und Wann?
2012 – die Uhr tickt?!?

Das Jahr 2012 scheint in diesem Zusammenhang von einiger Bedeutung zu sein. Stets und immer wieder wird zum Beispiel die Wintersonnenwende 2012 mit dem sogenannten "Maya-Kalender" in Verbindung gebracht. Die diesbezüglich formulierten Aussagen reichen von "Oh mein Gott! Wir werden alle sterben!" bis hin zu "Hurra, das Paradies auf Erden kommt!" Was hat es damit nun auf sich?
Nun, die Maya hatten tatsächlich mehrere gediegene Kalender, zum einen den religiösen sog. "Tzolkien", zum anderen den alltagstauglichen 365-Tage Kalender namens "Haab" und eine fortlaufende Datumsschreibung, die sog. "Lange Zählung".
Die Grundeinheit ist ein Tag (Kin).
20 Kin sind ein Vinal.
18 (13+5) Vinals sind ein Tun (= 360 Kin).
20 Tuns sind ein Katun (= 7200 Kin).
20 Katuns sind ein Baktun (= 144.000 Kin).
13 Baktuns sind ein Grosser Zyklus
(= 1.872.000 Kin). Dies entspricht, wenn wir die Schaltjahre miteinbeziehen, etwa 5125,4 Jahre.
- Lange Zählung
Die Lange Zählung der Tage benötigten die Maya für astronomische Berechnungen und die Geschichtsaufzeichnung. Dabei laufen die einzelnen Stellen (z. B. 9.12.11.5.18) jeweils von [0..19], [0..19], [0..19], [0..17], [0..19]. Die Lange Zählung stellt daher eine Datumsangabe dar, mit der jeder Tag seit dem Kalenderanfang am 11. August 3114 v. Chr. eindeutig angegeben werden kann. - Haab
Das Haab diente den Maya zu zivilen Zwecken, z. B. zur Berechnung der Saat- und Erntezeiten und ähnelt unserem Kalender, da es ein Sonnenjahr mit 365 Tagen umfasst. Im Haab-Kalender wird das Jahr in 18 „Monate“ mit je 20 Tagen unterteilt. Zum Abschluss dieser addierten 360 Tage folgen 5 „Unglückstage“ (Schalttage). Alles in allem ergibt das 365 Tage pro Jahr. Schalttage oder Jahre existierten nicht. - Tzolkin
Für rituelle Zwecke benutzten die Maya den Tzolkin („Zählung der Tage“), bei dem jeder Tag (Kin) durch eine Kombination einer Zahl (Ton) von 1 bis 13 mit dem Namen einer von 20 Schutzgottheiten (oder Tagesnamen) bezeichnet wird. Ein Tzolkin-Datum bezeichnet daher einen bestimmten Tag in einer Periode von 260 Tagen und wird beispielsweise als 6 Edznab angegeben.
Man zählte auch bestimmte große Zyklen (á 13 Baktuns), 5 davon ergaben etwa 25.800 Jahre, die Dauer der "großen Äquinox-Prozession", auch "Ring der Äonen" genannt. Einer dieser großen Zyklen soll am 21.12.2012 enden. Korrekt ist, dass an diesem Tag in der Langen Zählung zum ersten Mal der Zahlenwert des Ausgangstages der Langen Zählung [13.0.0.0.0] wiederkehrt. Als gesichert gilt, dass der Beginn der gegenwärtigen Maya-Schöpfung auf das Datum 13.0.0.0.0 4 Ahau 8 Cumku fällt (11. oder 13. August 3114 v. Chr.). Damit ist 13 Baktun 0 Katun 0 Tun 0 Uinal 0 Kin 4 Ahau 8 Cumku der Anfangspunkt des Maya-Kalenders. Die Zeitangabe 0.0.0.0.0 verwendeten die Maya nicht. Nach Vollendung von 13 Baktun sprang die Zählung dann einfach auf 1 Baktun. Somit korreliert die Lange Zählung 1.0.0.0.0 in etwa mit dem 13. November 2720 v. Chr. Es mag zunächst unlogisch erscheinen, dass die Maya ihren Kalenderanfang nicht auf 0.0.0.0.0 oder 1.0.0.0.0 setzten, sondern auf 13.0.0.0.0. Dies lässt sich jedoch ganz einfach mit der religiösen Bedeutung der Zahl 13 erklären. Rein rechnerisch betrachtet steht die Angabe 13.0.0.0.0 allerdings tatsächlich für 0.0.0.0.0, also den Anfangspunkt dieses Kalendersystems.
Die Auszählungen, Deutungen und Korrelationen zum Maya-Kalendarium sind in der Wissenschaft z.T. heftig umstritten. Wozu nun das ganze Boohai um diesen ollen Kalender? Tatsächlich sagen die wenigen erhaltenen Relikte der Maya-Überlieferung in etwa aus, daß es zum Ende dieses Zyklus, also im Winter 2012, zu verstärkten Aktivitäten der Sonne kommen soll. Wir werden diesen Umstand später noch in unsere Überlegungen einfließen lassen, denn dies ist ein interessantes und überprüfbares Postulat. Auch der Stand der Sonne am 21.12.2012, von den Maya vorausberechnet, ist von einiger Bedeutung, denn er könnte ein neues spirituelles Äon einleiten, eines, das z.B. A.Crowley bereits 1904 heraufdämmern sah. Die "große Prozession" bezeichnet das Wandern des Frühjahrsequinoxpunktes durch den Zodiak, verursacht durch die 23,5° Achsenneigung der Erde. Circa alle 2150 Jahre wandert der Frühjahrspunkt in ein anderes Sternzeichen, aktuell im Wassermann. Den Zeitraum der Wanderung dieses Punktes bezeichnet man auch als Äon. Am 21.12.2012 nun kommt es zu einer ganz bestimmten Sternkonstellation. Die Sonne geht zur Winter-sonnenwende in Konjunktion mit dem "Äquator" der Milchstrasse, der sog. "dunklen Spalte", die von einer großen Staubscheibe gebildet wird, welche das Zentrum der Milchstrasse verdeckt. Durch diese Stellung soll ein Effekt hervorgerufen werden, der als die "galaktische Synchronisation" bezeichnet wird. Viele Esoteriker versprechen sich davon einen geistigen Evolutionssprung, eine sprunghafte Bewußtseinsveränderung oder etwas ähnliches... Ein Zitat dazu:
„Der Grosse Zyklus bzw. Grosse Synchronisations-Strahl mit dem Durchmesser von 5200 Tun bzw. dreizehn Baktun, den unser Planet Erde zur Zeit durchquert, nähert sich unmittelbar seinem Ende...
... Bei dieser Reise werden die höher entwickelten DNS-Lebensformen der Erde einer ständigen Beschleunigung ausgesetzt. Dieser Prozess der Beschleunigung und letztlich Synchronisation ist es, der uns hier als spezifische harmonikalische Wellenlänge der Geschichte interessiert.
Dieser spezifisch historische Oberton ist ein winziges, aber exquisit proportioniertes Fraktal des galaktischen Evolutionsprozesses. Insofern bedeutet das Ende des Zyklus im Jahre 2012 n. Chr. (Kin 1 872 000, 13.0.0.0.0) nichts Geringeres als den entscheidenden qualitativen Sprung in der Evolution des Lichts und des Lebens der Erde oder auch des radiogenetischen Prozesses, den unser Planet verkörpert.
Wenn wir aber im Kontext eines morphogenetischen Feldes, dessen Kalender bewusst oder unbewusst von der Präsenz und Vision der historischen Gestalt Jesus Christus beherrscht wird, vom Ende des Grossen Zyklus sprechen, dann beschwören wir damit automatisch das Gespenst von Armageddon herauf und Bilder von der Wiederkunft Christi."
Jose Argüelles, einer der Initiatoren der Maya Kalender Forschung
Nun, das esoterische Geschwafel des Herrn Argüelles klingt ja irgendwie ganz fluffig und ganz nett, aber ich persönlich erlaube mir, das ein wenig anders zu sehen. Nichts gegen galaktische Synchronisation, immerhin stellen wir auch unsere Baktun-Uhr zum Jul 2012 auf Null zurück, aber dieser Christus-Singsang ist mir persönlich dann doch ein wenig zuviel Theater. DNS-Beschleunigung hin oder her, ich denke, es geht in unserer Welt demnächst um ziemlich handfeste und z.T. selbst gemachte Probleme.
Nicht nur die Maya, auch andere Völker, Seher und Propheten treffen sich mit ihren Voraussagen irgendwie zu Beginn der zweiten Dekade des 21.Jahrhunderts. Nicht alle großen Seher erkennen für 2012 den totalen Untergang der Welt, aber daß es sich um eine Zeit großer Veränderung handelt, ist scheinbar ein Trend, den man in vielen Epochen vorausgespürt zu haben scheint.
Einer der wohl bekanntesten Umbruchspropheten ist Michel de Notre Dame, bekannt als Nostradamus. Bereits 1555 sah er in die Zukunft und bewahrte seine Erkenntnisse in z.T. Äußerst kryptischen Versen, die zu dechiffrieren Generationen von mehr oder weniger befähigten Experten beschäftigte. Beim Nostradamus-Deuter Manfred Dimde liest man, daß für 2012 ein blutiger Glaubenskampf bevorstehe. Er deutet den "Nostradamus-Jahresvers 2012"
"Esleu en Pape, d' esleu sera mocqué
Subit soudain esmeu prompt & timide,
Par trop bon doux á mourir provoqué,
Crainte esta[e]inte la nuictde sa motr guide."
Quelle: Apokalypse 2011, M.Dimde,ISBN: 978-3-426-77899-9, S.135
"Erhöht das Papsttum – erniedrigt wird sein die Moschee,
Plötzlich Soutanen im Aufruhr – schnell und schüchtern,
Durch zuviel Gutes – das Süße zum Sterben herausfordert,
Die Furcht ihn in der Nacht seines Todes verläßt."
Übersetzung: Manfred Dimde
Hier wird scheinbar das Aufkommen religiöser Unruhen thematisiert, und in der Tat leben wir ja -gewissermaßen seit 9/11/2001- in einer Phase der religiösen Auseinandersetzungen. Muslime bedrohen Karikaturen-Zeichner, amerikanische Bettelprediger wollen öffentlich Koranbücher verbrennen, der Dschihad wird von völlig merkbefreiten Religionshysterikern total sinnentfremdet zum anti-westlichen Feldzug deklariert, und auch der oberste Inquisitor auf dem Papstthron gibt sich kämperisch. Ein Konflikt scheint mir da unvermeidlich. Für das darauf folgende Jahr meint Dimde, eine Art Verseuchung herausgelesen zu haben, auch Krieg und "Schwierigkeiten mit der UNO" seien im Anzug. Dies alles sind zwar heftige Dinge (so sie dann eintreffen), aber mit dem Weltuntergang, also dem Erlöschen der Zivilisation, hat das nichts zu tun. Im Gegenteil ist Nostradamus -so seine Verse richtig gedeutet werden- eher einer der Propheten, die ein "es-wird-schon-wieder-weiter-gehen" proklamieren, immerhin gehen seine Voraussagen bis ins dritte Jahrtausend.
Weitere Prophezeihungen gibt es aus Amerika. Auch Edgar Cayce (1877-1945), der "sleeping prophet", hat für 2012 Vopraussagen getroffen. Er sprach von geologischen Veränderungen, starken Beben, Vulkanausbrüchen und einer "Umkehrung der Pole". Sicher, Beben gab es, auch den großen Tsunami, und Vulkanausbrüche hatten wir auch ab und an. Das ist nichts Ungewöhnliches, und schon lange kein Weltuntergang. Wobei natürlich ein Vulkanausbruch in bestimmter Größe durchaus unsere Welt beenden könnte. Der Herr Emmerich hat das ja unlängst so schön farbenfroh inszeniert, als er für "2012" den Yellowstone Supervulkan hochgehen ließ. Diese Bedrohung ist durchaus real, keineswegs zusammen-hanglose Science Fiction. Der Ausbruch eines Supervul-kans zieht eine globale Katastrophe nach sich, die durchaus unsere Welt zerstören könnte. Und man sollte nicht glauben, nur weil wir hier weit weg von Amerika leben, könnte uns das nicht passieren. Unsere schöne Eifellandschaft ist letztlich auch nichts weiter als ein riesiger Vulkan, von dem keiner so genau weiß, ob und wann er mal wieder ausbricht. Das ist auch das allgemeine Problem an den Vulkanen, wir haben keine Ahnung, wann sie ausbrechen. Insofern bleibt die Annahme, die Aussagen des schlafenden Propheten bezögen sich auf 2012, reine Glaubenssache. Wir werden das bald empirisch überprüfen können. So oder so.
Aber Mr. Cayce war nicht der einzige Amerikaner, der sich mit der heutigen Zeit befasste. Schon lange, bevor das Wasser für die "Boston Tea Party" aufgesetzt wurde, machten sich die American Natives Gedanken um das Wesen der Welt. Besonders die Hopi, Nachfahren der Ansazi, hatten das Bedürfnis, der Nachwelt ein Rätsel zu hinterlassen, so krakelten sie einen kleinen Comic auf einen Felsen und belustigen sich darüber, wie die Eso-Freaks und Freizeitindianer daran herumrätseln.

Auch die Hopi sprechen vom Untergang nur als Möglichkeit, nicht als unausweichliches Ereignis. Dennoch sagen auch ihre Ältesten eine Zeit der Prüfungen, der Drangsal voraus, die überstanden werden muß. Zeitlich legen sich die Natives hier nur anhand von "Zeichen" fest, acht der neun Zeichen sollen sich bereits erfüllt haben, so daß die Zeit der Prüfung mit der erhofften Wiederkehr des Swastikaträgers und des Sonnenkumpels nun bald anbrechen dürfte. Vielleicht ist es soweit, wenn durch die Sonnenstürme 2012 die ISS abschmiert und "das Haus lärmend vom Himmel fällt"... wer weiß das schon?
Diese "Veränderung-durch-Drangsal" Prüfung scheint auf dem amerikanischen Kontinent jedoch tief verwurzelt zu sein, finden wir dieses Motiv doch bei vielen Völkern dort. Dabei scheint es sich allerdings eher um gewisse ethische Szenarien zu handeln, denn von Weltuntergang spricht man dort eher nicht. Es ist auch fraglich, inwieweit die alten Stammeslegenden der American Natives auf den Rest der Welt übertragbar sind
Hier noch mal eine Kurzübersicht der gängigsten amerikanischen 2012-Ansagen:
- Maya
Die neun Höllen endeten den 16./17.08.1987 und die Zeit der Warnung begann, die bis zum 21.12.2012 gehe – dann beginnen die 13 Himmel; die neue Welt der BeWusstheit werde zwischen dem 05./06.06 2012 in der Zeit des VenusTransites geboren. Am 20.12.2012 betrete die Erde die Mitte einer magnetischen Achse, werde möglicherweise für 60 – 70 Stunden (ungefähr drei Tage) von einer großen Wolke verdunkelt. Das neue ZeitAlter beginne mit Erdbeben, Fluten, Vulkanausbrüchen und großer Krankheit. Ein großer Wanderstern namens Tzoltek Ek (in Sumer Nibiru genannt) mit einem Umlauf von 3.500 Jahren werde 2012 kommen ("Planet X"). - Maya – Azteken
Durch die Wandlung der Kräfte von Geist, Herz und Geschlechtlichkeit entstehe 2012 eine neue Rasse und von 2024 – 2029 finde der ÜberGang in die 5.Ausdehnung statt. Quetzalcoatl, die (gefiederte) HimmelsSchlange kehre am Ende der 13 Himmel auf die Erde zurück. 2012 wandle sich die Welt grundsätzlich durch Verbindung mit dem Herz der Milch-Schlange (=galaktisches Zentrum), die einen Weg für kosmische Kraft öffne, die die Werde und all ihre Geschöpfe reinige und auf eine höhere Ebene hebe. - Inka
1993 – 2012 ist das Zeitalter, in dem wir uns selbst wieder begegnen. 2012 beginne das Goldene ZeitAlter, in dem sich die obere und die untere und die irdische Welt vereinen.
2013 werde ein großer magnetischer Wanderstern nahe der Erde vorbeiziehen und die Reinigung anregen. - Cherokee
Die jetzige Welt, die Sonne des Reihers werde am 18.12.2012 in einem Erdbeben enden. - Seneca
Entsprechend dem Zusammenkommen im Einklang ende die Erdreinigung 2012. - Anasazi (Hopi, Navajo, Zuni, Hano, Acoma, Laguna ...)
Die Reinigung der Erde habe 1998 begonnen, die 4. Welt ende am 22.12.2012 und am 23.12.2012 beginne die 5.Welt. Die 5 Wandersterne bilden eine Linie und leiten reinigende Kräfte zur Erde. Wir leben derzeit in der vierten von sieben Welten/Zeitaltern.
Die erste Welt endete durch Feuer. Die zweite Welt endete durch Fluten und Eiszeit, da die Erde aus dem Gleichgewicht geriet. Die dritte Welt endete in einer Flut. Die vierte Welt werde mit einer großen Reinigung enden für den Eintritt in die fünfte Welt.
Die neunte Weissagung steht aus: Ihr werdet von einem Wohnort im Himmel über der Erde hören, der mit großem Lärm fallen und als blauer Stern erscheinen wird.
Kurz darauf werden die heiligen Bräuche der Hopi verschwinden.
Ein weiterer (oft in diesem Zusammenhang benannter) Ansatz für unsere Zeit kommt aus Indien. Nach den Sanskrit-Texten leben wir nun im Kaliyuga, dem vierten, dunklen Zeitalter des Dämons. Das Maha-Yuga (die vier Weltalter) im absteigenden und aufsteigenden Zyklus nehmen etwa denselben Zeit-Raum ein wie die "große Prozession", allerdings rechnet man dort mit "Götterjahren". Demnach würde das Maha-Yuga ungefähr 4,3 Milliarden Menschenjahre dauern. Das gegenwärtige Kaliyuga, das am 13.02.3102BCT begann, dürfte demnach noch gute 429.000 Erdenjahre andauern, das fällt für 2012 dann wohl eher aus. Die Prophezeiung, die vom Kaliyuga handelt, steht im Visnu Purana (Agamas) geschrieben, einem der älteren heiligen Texte Indiens. Einige der Textstellen lesen sich wie eine Skizze unserer modernen Welt:
Die Herrscher, die auf der Erde regieren werden, werden gewalttätig sein; sie werden sich der Güter ihrer Untertanen bemächtigen.
Die Kaste der Sklaven und der Kastenlosen wird die Oberhand gewinnen und allen befehlen.
Ihr Leben wird kurz sein, unersättlich ihre Gier; Mitleid werden sie kaum kennen.
Die Besitzenden werden Ackerbau und Handel aufgeben, sie werden selbst zu Sklaven werden oder andere Berufe ausüben.
Die Herrscher werden unter dem Vorwand von Steuern und Abgaben ihre Untertanen plündern und ausrauben und das private Eigentum werden sie vernichten.
Die sittliche Gesundheit und das Gesetz werden Tag für Tag abnehmen, bis die Welt ganz verdorben sein und Gottlosigkeit unter den Menschen herrschen wird. Einziger Beweggrund für die Frömmigkeit wird die physische Gesundheit sein; einziges Band zwischen den Geschlechtern die Leidenschaft; einziger Weg zum Erfolg die Falschheit.
Die Erde wird nur wegen ihrer materiellen Schätze verehrt werden.
Die Priestergewänder werden die Priestereigenschaften ersetzen.
Eine einfache Waschung wird die Reinigung bedeuten, die Rasse wird unfähig sein, göttliche Geburten hervorzubringen.
Die Menschen werden fragen: Was sollen wir uns noch an die überlieferten Schriften halten?
Die Hochzeiten werden kein Ritual mehr sein.
Akte der Frömmigkeit, auch wenn sie noch geübt werden, werden wirkungslos bleiben.
Jede Lebensordnung wird unterschiedslos für alle gleich sein.Der Besitzende, der das meiste Geld unter die Leute verteilen wird, wird über die Menschen herrschen, denn das Ziel ihrer Wünsche ist Reichtum, gleichviel, ob rechtmäßig erworben oder nicht.
Jedermann wird sich für einen Brahmanen halten.
Die Leute werden Angst haben vor Tod und Hungersnot; und nur deshalb werden sie eine rein äußerliche Religiosität bewahren.
Die Frauen werden die Wünsche ihrer Männer und ihrer Eltern nicht mehr befolgen. Egoistisch, verworfen, lügnerisch und haltlos werden sie sein und liederlichen Männern anhangen. Sie werden herabsinken zum Gegenstand sexueller Befriedigung.
Gemäß Veda leben wir jetzt im 28. Kali-Yuga des 7. Manvantara. Demgemäß scheiden also die Kaliyuga-Theorien für den Weltuntergang erst einmal aus. Am Ende des nächsten Brahma-Tages (Kalpa) wird unsere Sonne zum roten Riesen, aber da hat Brahma noch nichtmal ausgeschlafen. In Indien gehen die Uhren halt anders.
Wir sehen auch hier wieder eine deutliche moralische Komponente, die mehr der Erziehung dient, als der Prophetie.
So sind diese ganzen Naturvölker-Prophezeihungen ja ganz gut und schön, aber in Sachen Doomsday bringen sie uns nicht wirklich weiter. Ok, die Hopi wollen bessere Menschen werden und die Inder fühlen sich schlecht, weil sie in der Finsternis nicht richtig meditieren können. Das ist aber kein Weltuntergang. Und der Kalender der Maya wird 2012 zurückgestellt. Auch schön. A propos Maya, da war ja noch was. Genau, diese Geschichte mit der Sonne...
In bestimmten Intervallen neigt unser Zentralgestirn ja bekanntermaßen zu garstigen Handlungen, die für unsere Erde unter normalen Umständen recht glimpflich abgehen.
Die Maya waren nun äußerst penible und fähige Himmelsbeobachter, was ihre Berechnungen der Gestirnsstände und -zustände sehr exakt erscheinen läßt. Und die Relikte der Maya-Überlieferungen deklarieren 2012 als ein Jahr extremer Sonnenaktivität und den Beginn eines "Sonnenjahres".
Die erhöhte Aktivität der Sonne ist nun beileibe keine Überraschung, das kennen wir, immer mal wieder hat die Sonne "ihre Tage". Ich meine damit natürlich den Sonnenfleckenzyklus und seine Folgen, der sog. "Koronale Massenauswurf" (Coronal Mass Ejection, kurz CME). Dabei treten an den Randzonen der Sonnenflecken bis zu 6 mal täglich (Maximum) große Mengen Plasma aus und werden mit ungeheurer Wucht ins All geschleudert.

Webtip - SOHO Bildergalerie: http://sohowww.nascom.nasa.gov/gallery/
Die sogenannten geoeffektiven CME zielen dabei auf die Erde und beeinflussen die Magnetosphäre und die Ionosphäre. Auf der Tag-Seite wird die Magnetosphäre zusammengedrückt, auf der Nacht-Seite verlängert sich der Schweif. Dabei werden große Mengen Energie freigesetzt, was bei der Hinlenkung zu den Polen unter anderem zu farbenprächtigen Polarlichtern führt. CME, deren Stärke im statistischen Mittel liegt, können Schäden an Satelliten verursachen und aufgrund der erhöhten Elektronendichte in der Ionosphäre Datenübertragungen stören. Die geoeffektiven CME kennen wir auch unter dem Begriff "Sonnensturm".
1859 führte ein Sonnensturm dazu, dass in Schweden und USA Brände ausbrachen. Die elektrischen Ströme in der Atmosphäre induzierten starke Ströme in Telegraphenleitungen. Derzeit geht die NASA von 1 bis 2 Billionen Dollar Schaden aus, falls uns ein ähnlicher Sonnensturm trifft. Die aktuellen Vorhersagen weisen auf erhöhte Sonnensturmgefahren Ende 2012, Anfang 2013 hin.
Quelle: de.wikipedia.org
Wohlgemerkt, es handelt sich beim Thema Sonnensturm und CME NICHT um esoterische Spinnerei, fragwürdige Westentaschenprophetie oder SF-Phantasterei, bei diesen Szenarien geht es um astronomische Berechnungen und Kalkulationen mit einem extrem hohen Wahrscheinlichkeitsgrad. Wenn uns (Die Erde) ein mächtiger Sonnensturm trifft, könnte er das Magnetfeld der Erde so sehr schwächen, daß die Ladungen es durchdringen. Dies kann zur Folge haben, daß große Teile des Stromnetzes monatelang ausfallen, da die z.T. veralteten Transformatoren durchbrennen. In langgestreckten elektrischen Leitern wie z. B. Überlandleitungen und Pipelines können Ströme von teils beachtlicher Stärke induziert werden.
Der bisher stärkste registrierte Magnetsturm erfolgte in der Nacht vom 1. zum 2. September 1859. Er legte das gerade weltweit installierte Telegrafennetz lahm und führte zu Polarlichtern, die selbst in Rom, Havanna und Hawaii beobachtet werden konnten. 2003 war eine Partikelwolke mit 1,6 Mio. km/h unterwegs. Bis in tropische Regionen waren Polarlichter zu sehen.
Quelle: de.wikipedia.org
Das Problem bei den CME und Sonnenstürmen ist die relativ geringe Vorwarnzeit. Wenn ein CME erfolgt, bewegen sich die schnellsten Plasmapartikel mit annähernder Lichtgeschwindigkeit, das heißt, sie erreichen uns nach 8-10 Minuten (der überwiegende Teil des Sonnensturms braucht 24-36 Stunden zur Erde). Der Zeitrahmen vom Ausbruch bis zu den ersten Ereignissen ist ziemlich knapp, er ist nicht unbedingt ausreichend, um alle Satelliten herunterzufahren, so würden viele der Kommunikationssatelliten in einem Sonnensturm ausfallen und möglicherweise irreparabel beschädigt werden. Das bedeutet Ausfall der Kommunikationswege, ggfs. ein Abreißen des Datenstroms. Bei gleichzeitigem Verlust von etwa 30% des Stromnetzes (weltweit, wohlgemerkt!) könnte das Folgen haben, über die heutzutage nur wenige Menschen wirklich nachdenken mögen.
- Wenn die Errungenschaften unserer Zivilisation (Strom, Funk, Internet usw.) uns fehlen, könnte das unsere Welt ziemlich schnell ändern, wenn nicht sogar untergehen lassen.
Was, wenn wegen Stromausfalls die Feinkost Albrecht Filiale nicht aufmacht am Montag?
Was, wenn an der Börse weltweit das Internet nicht mehr geht?
Was, wenn die Datenleitungen der satellitengestützten Kampfverbände in Afghanistan nicht zur Verfügung stehen?
Was, wenn die Gasdruckverteiler nicht mehr funktionieren und auf der Pipeline 30.000 Volt Spannung liegen?
Was, wenn sämtliche elektronischen Schaltkreise z.B. in Computern, Autos usw. durchbrennen?
Frohe Weihnachten 2012, liebe zivilisierte Welt!
Ganz im Ernst, ein "Zivilisationsausfall" könnte uns ziemlich schnell in relativ dunkle Zeitalter zurück katapultieren, dadurch könnten Kriege ausbrechen, Krankheiten um sich greifen, Katastrophen ausgelöst werden (Beispiel: Wenn die Grundwasserpumpen im New Yorker U-Bahn-Netz versagen, läuft dieses binnen 36 Stunden voll). Die Fehlfunktion "KEIN STROM" läßt Sicherheitssysteme in Bereichen versagen, an die kaum jemand denkt, und das betrifft keineswegs nur Abwasser-pumpen und Gefängnistürenschlösser! Der Verkehr kommt weitgehend zum Erliegen, die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln wird eingeschränkt (welcher Bauer melkt schon 500 Milchkühe morgens mit der Hand?)
Diese Form der Krise wird die Menschen in den Ballungsgebieten zuerst treffen. Auf dem Lande werden sich die Menschen etwas länger halten können, aber bereits nach wenigen Tagen Blackout wird die Stadtbevölkerung dazu übergehen, die geplünderten urbanen Gebiete zu verlassen und es werden wahre Völkerwanderungen hungriger Mäuler beginnen. Der Kampf um Nahrung und Wasser, heute noch Utopie für die Mitteleuropäer und Nordamerikaner, wird zur Alltagssituation mutieren.
Sollten die Schäden, welcher durch massive geoeffektive CME hervorgerufen werden können, nicht binnen kürzester Zeit behoben werden, so finden wir uns schneller im Mittelalter wieder, als uns lieb sein kann. Denkbar auch, das Sicherheitssysteme in Chemiefabriken, Atomkraftwerken, Ölplattformen (remember Deepwater Horizon!) und anderen sensiblen Bereichen versagen, was ganze Landstriche verseuchen und unbewohnbar machen könnte. Durch Chemieunfälle könnten unsere Öko-Systeme dermaßen stark beschädigt werden, daß dies negative Folgen für die gesamte Nahrungskette, an deren Spitze ja bekanntlich der Mensch steht, hätte, könnte der Weltuntergang für uns schneller kommen, als uns lieb ist.
Die hier beschriebenen Szenarios mögen dem einen oder anderen Leser zu skurril vorkommen, als daß sie möglich sein könnten. Ich versichere Euch jedoch, daß die hier niedergeschriebenen Projektionen von der möglichen Realität weit in den Schatten gestellt werden. Es sind nicht die Prophezeihungen der Alten, die mir Sorgen bereiten. Es sind die nüchternen Hochrechnungen der Wissenschaftler, die Anlaß zur Besorgnis geben. Und selbst, wenn wir 2012 Glück haben, und uns auch 2013 die Sonne verschont, wir haben ja immer noch genug Möglichkeiten, uns gegenseitig den Garaus zu machen.
Aktualisiert (Sonntag, den 26. September 2010 um 22:04 Uhr)


