
- ach so ist das...
luftschiffer 6.2.2012 13:33 - Eingemottet...
Olaf 29.1.2012 11:07 - Aw: Ankündigung "One Day Camping"
Harry 28.1.2012 17:52 - Aw: Ankündigung "One Day Camping"
Matze 28.1.2012 8:36 - Aw: Ankündigung "One Day Camping"
Matze 28.1.2012 8:31 - welch schöne idee...
luftschiffer 27.1.2012 16:08 - Aw: Ankündigung "One Day Camping"
Harry 26.1.2012 18:36 - Aw: Ankündigung "One Day Camping"
Matze 24.1.2012 20:56 - Aw: Ankündigung "One Day Camping"
darksider-crew 24.1.2012 19:44 - Aw: Ankündigung "One Day Camping"
Blechdok 23.1.2012 19:19
- Blechdok
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Der Begriff Automatisches Identifikationssystem (AIS) oder englisch Automatic Identification System bezeichnet ein Funksystem, das durch den Austausch von Navigations- und anderen Daten die Sicherheit und die Lenkung des Schiffsverkehrs verbessert. Anfänglich (1998 - ca. 2002) wurde es auch als Universal Automatic Identification System erwähnt; diese Bezeichnung ist inzwischen nicht mehr gebräuchlich. Seit Mitte 2008 sind alle Berufsschiffe über 300 BRZ in internationaler Fahrt bzw. über 500 BRZ in nationaler Fahrt verpflichtet eine AIS-Anlage zu betreiben. Auch Schiffe, die länger als 20 m sind oder mehr als 50 Passagiere an Bord haben, müssen mit einer AIS-Einheit ausgerüstet sein. Die Ausrüstungspflicht wurde für Schiffsneubauten zum 1. Juli 2002 und für vorhandene Schiffe ab 2004 eingeführt. Für Passagierschiffe, Fähren, Frachter und Tanker legte die IMO unterschiedliche Übergangszeiten fest.
AIS sendet abwechselnd auf zwei Kanälen im VHF-Seefunkbereich:
- A - 161,975 MHz
- B - 162,025 MHz
Die Aussendung der AIS-Daten erfolgt in einem festen Zeitrahmen. Pro Minute stehen 2250 Zeitschlitze (Slots) zur Verfügung, auf die ein AIS-Transponder über seinen integrierten GPS-Empfänger synchronisiert wird. Class A Transponder stimmen die Slot-Belegung selbständig mit in Funkreichweite befindlichen anderen ab (SOTDMA=Self Organising Time Division Multiple Access), während Class B Transponder freie Zeitschlitze verwenden, um ihre Daten zu senden (CSTDMA=Carrier Sense Time Division Multiple Access). Als Antenne kann jede für das VHF-Seefunkband abgestimmte Antenne verwendet werden. Besonders geeignet sind spezielle kombinierte UKW/GPS Antennen für AIS, die beide für einen AIS-Transponder erforderlichen Antennen in einer Baugruppe enthalten. Die dynamischen Schiffsdaten (LAT, LON, COG, SOG UTC) erhält der AIS-Transponder vom integrierten GPS-Empfänger, bei Class A auch von der Navigationsanlage des Schiffes. Die Kursrichtung (Heading) kann über eine NMEA-183 Schnittstelle vom Kompass als HDG-Datensatz eingespeist werden.
Der Vorteil vom AIS gegenüber dem Radar ist unter anderem, dass der wachhabende Offizier die Identität anderer Schiffe kennt und bei Manövern Kurs- und Geschwindigkeitsänderungen schnell automatisch übermittelt werden. Damit kann er auch direkt über Seefunk Kontakt aufnehmen und notwendige Manöver absprechen. Mit AIS können während der Revierfahrt auch Schiffsbewegungen hinter größeren Hindernissen erfasst werden; das Radar ist in solchen Situationen oft überfordert, da Schiffe im Radarschatten nicht erfasst werden. Die UKW-Signale des AIS erreichen diese Schattenbereiche auf Grund der größeren Wellenlänge wesentlich besser. In Binnenwasserstraßen werden in für Funksignale abgeschotteten Kurven Transponder aufgestellt, die die AIS-Signale auch über Berge weiterleiten.
Die Schiffsdaten können direkt in die elektronische Seekarte (ECDIS, Electronic Chart Display and Information System) eingebunden werden oder durch eine separate AIS-Software auf dem Computer verarbeitet werden, um sämtliche Schiffsbewegungen einschließlich der eigenen Position darzustellen. Eine separate Software bietet häufig eine klarere Darstellung, die Anzeige zusätzlicher über AIS verbreiteter Daten (in Erprobung: Wettermeldungen, Wasserstände) und bessere Unterstützung bei Kollisionsgefahr.
Ultrakurzwellen haben eine Reichweite, die die geometrische Sichtbarkeit nur wenig übersteigt. Deshalb empfangen Bodenstationen nur die Signale von Schiffen, die sich der Küste auf 50−100 km nähern. Auf hoher See beschränkt sich AIS auf den Kollisionsschutz bei Annäherung. Niedrig fliegende Satelliten sollten die UKW-Signale empfangen können, sofern die Antennen omnidirektional strahlen. Orbcomm rüstet seine neuen Satelliten mit AIS-Empfängern aus. Ist der Test erfolgreich, könnte das System weltweit alle Schiffe erfassen.[3] Eine AIS Empfangsantenne ist bereits auf dem europäischen Raumlabor COLUMBUS installiert worden. Wenn im Mai 2010 das letzte Bauteil des AIS Empfangssystems im COLUMBUS Modul installiert wird, wird der Testbetrieb aufgenommen.

